Schon die Bezeichnung von Holzbriketts weist auf ihr Aussehen und ihre Beschaffenheit hin, denn das Wort "Brikett" ist sowohl mit dem englischsprachigen "brick" für Ziegelstein als auch mit dem Begriff "break" für Bruch oder Bruchmaterial verwandt.
Holzbriketts entstehen durch das Verdichten und Pressen von Bestands- oder Abfallteilen größerer Holzteile. Sie können beispielsweise Hobel-, Schleif- und Sägespäne oder zerkleinerte Abschnitte von unbrauchbarem Restholz beinhalten. Aufgrund des hohen Drucks, der bei der maschinellen Verarbeitung dieser Kleinteile ausgeübt wird, erreichen fertige Holzbriketts eine ähnlich hohe Heizleistung wie Presslinge aus Braunkohle.
Gegenüber fossilen Brennstoffen weisen Holzbriketts jedoch eine Reihe von Vorteilen auf:
- Dank nachhaltig betriebener Forstwirtschaft und kontrolliert nachwachsender Rohstoffe können sie nahezu unbegrenzt gefertigt werden.
- Anders als Öl oder Gas benötigen Holzbriketts keine speziellen Tanks und verursachen dadurch keine zusätzlichen Reparatur- und Instandhaltungskosten.
- Die Fläche, auf der sie lagern, kann optimal genutzt werden, da die Briketts beliebig hoch aufgestapelt werden können.
- Holzbriketts weisen eine gute CO2-Bilanz aus, denn sie geben bei ihrer Verbrennung nicht mehr Kohlendioxid ab, als der Ausgangsstoff Holz während seiner gesamten Wachstumsphase aufgenommen hat.
- Je nachdem, welche Holzsorten sie enthalten und wie ihre Oberfläche beschaffen ist, können Holzbriketts sowohl zum Anfeuern und zur schnellen Wärmegewinnung als auch zur Erhaltung der Glut mit entsprechend verlängerter Wärmeleistung genutzt werden.
Bestehen die Holzbriketts überwiegend oder ausschließlich aus Holz von Nadelbäumen, weisen sie automatisch einen höheren Harzanteil und eine grobere Beschaffenheit auf. Dies bedingt, dass die einzelnen Briketts leicht an- und schnell abbrennen. Bei Hart- bzw. Laubholzpresslingen ist die Oberfläche ungleich feiner und fester, so dass die Flammen schwerer eindringen können und die Holzbriketts deutlich langsamer verbrennen.