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Holzbriketts allgemein
Was sind Holzbriketts?
Unter Holzbriketts versteht man eine Form von Holzbrennstoffen die durch das maschinelle Pressen von unbehandelten Holzspänen oder Sägemehl hergestellt werden.
Für die Herstellung von Holzbriketts werden z.B. Reste der Stammholzverarbeitung in Sägewerken oder der holzverarbeitenden Industrie verwendet. Diese werden unter hohem Druck zum Holzbrikett gepresst. Die hierbei entstehende Wärme aktiviert das im Holz enthaltene Lignin, welches als Bindemittel für das Holzbrikett dient. Die Zugabe weiterer Bindemittel ist daher nicht notwendig.
Holzbriketts verbrennen CO2 neutral, da bei der Verbrennung die gleiche Menge an CO2 freigesetzt wird, wie ein nachwachsender Baum durch die Photosynthese aufnimmt.
Durch die geringe Restfeuchte von unter 8% und einem Heizwert von über 5 KW/h verbrennen Holzbriketts sehr effizient.
Die bei der Verbrennung von Holzbriketts anfallende Asche eignet sich auch hervorragend als Dünger.
Wo können Holzbriketts eingesetzt werden?
Holzbriketts können grundsätzlich in allen Brandstätten wie Kamin- und Kachelofen, Holzvergasser-Kessel, wasserführende Öfen oder offenem Kamin verwendet werden.
Welche Holzarten werden für die Herstellung der Holzbriketts verwendet?
Grundsätzlich unterscheidet man bei Holzbriketts zwischen Weichholzbriketts und Hartholzbriketts.
Für die Herstellung von Weichholzbriketts werden in der Regel Nadelhölzer wie Kiefer, Fichte oder Tanne verwendet.
Weichholzbriketts lasen sich schnell und einfach anzünden und brennen bei hoher Hitzeabgabe relativ schnell ab. Hierbei entsteht wenig bis kein Glutbett.
Hartholzbriketts werden aus Hölzern wie Buche, Eiche oder Esche hergestellt und bieten eine lang anhaltende und gleichmäßige Wärme sowie eine schöne Glutbildung.
Welche Formen von Holzbriketts gibt es?
Pini & Kay Briketts
Pini & Kay Briketts werden mit einer Extruderpresse hergestellt, bei der die Zufuhr und Verdichtung des Rohmaterials über eine Förderschnecke erfolgt. Hierbei entsteht ein Druck von bis zu 1000 bar und eine Temperatur von bis zu 150°C. Hierdurch erhalten die Pini & Kay Briketts ihre hohe Dichte sowie die für diese Brikettart typische dunkele Außenfarbe. Pini & Kay Briketts verbrennen mit einem intensiven Flammbild und großer Hitzeabgabe und halten dabei sehr gut ihre Form. Die Brenndauer ist aber im Vergleich zu runden Briketts (Nestro) oder RUF Briketts deutlich kürzer. Pini & Kay Briketts idealerweise dort zum Einsatz, wo innerhalb kurzer Zeit eine hohe Wärme gebraucht wird, beispielsweise in Kachel- oder Specksteinöfen. Das Gewicht des einzelnen Pini & Kay Briketts liegt, je nach verwendetem Rohstoff sowie der Höhe des Pressdrucks, bei ca.750-850g pro Holzbrikett.
„RUF“ Briketts
Die eckigen Holzbriketts, die umgangssprachlich auch als „RUF“ Briketts bezeichnet werden eignen sich besonders für kleinere Feuerungsanlagen oder in Systemen mit Warmwassererzeugung. Die ca. 800g/Stück schweren „RUF“ Briketts haben eine längere Brenndauer bei kontinuierlicher Wärmeabgabe. Ihren Namen verdanken sie der Firma RUF Maschinenbau GmbH, die als Hersteller von Brikettpressen marktführend ist. In diesen hydraulischen Pressen werden die Rohstoffe im sogenannten Presskammerverfahren mittels eines Presskolbens in ihre kompakte Form gepresst. Bei dieser Presstechnik ist es auch möglich, das Holzbrikett mit einer Prägung (z.B. RUF) zu versehen. Neben Weich- und Harthölzern werden die „RUF“ Briketts auch als Gluthalter hergestellt. Diese bestehen aus reiner Baumrinde (Rindenbriketts). Diese werden nicht zum heizen verwendet, sondern um über einen längeren Zeitraum die Glut und Wärme im Ofen zu halten. Hierbei wird eine Glutdauer von bis zu 8-10 Stunden erreicht.
Nestro Briketts/runde Holzbriketts
Die zylinderförmigen Briketts, auch „Nestro“ genannt, werden mit Hilfe von mechanischen oder Exzenterpressen hergestellt. Bei diesem Stangenpressverfahren werden die Holzspäne in einem Kanal über einen Kolben verdichtet. Der Rohstoff wird in kleinen Scheiben aufeinandergepresst. Auch hier entstehen beim Pressvorgang hohe Temperaturen (zwischen 70 und 150°C), welche dann für die äußere Färbung des Nestrobriketts verantwortlich sind. Nestrobriketts haben in der Regel einen Durchmesser von 70-90 mm und können sowohl aus Weichholz als auch aus Hartholz hergestellt werden. Bei der Verbrennung dehnen sich die Briketts in Längsrichtung aus. Diese Form von Brikett zeichnet sich, auch aufgrund des Gewichts von 1,5-2kg/Brikett, durch eine lange, lineare Brenndauer und gute Gluthaltung aus und ist daher hervorragend für größere Feuerungsanlagen oder Holzvergaserkessel geeignet sowie überall dort, wo eine längere Brenndauer mit lebhafter Flammbildung erwünscht ist.
Was sind die Vorteile von Holzbriketts?
Holzbriketts brennen gleichmäßig und kontrolliert ab und geben aufgrund ihrer geringen Restfeuchte, im Vergleich zu Brennholz, mehr Energie pro kg ab.
Durch das Heizen mit Holzbriketts lassen sich bis zu 1/3 der jährlichen Heizkosten einsparen. 1000 kg Holzbriketts entsprechen ca. 500 Liter Heizöl oder 500 Kubikmeter Gas oder 5-6 Schüttraummeter trockenem Buchenholz.
Holzbriketts sind einfach zu lagern, sie benötigen weniger Platz als beispielsweise Scheitholz.
Holzbriketts hinterlassen weniger Asche als Scheitholz, nämlich ca. 0,5%.
Hier finden Sie unsere Auswahl an Brennholz, Kaminholz aus unserer Region
Brennholz- Kaminholz
Seit mehr als vier Jahrtausenden werden die Bestandteile von Bäumen und Büschen als Brennholz genutzt. Auch heute - in Zeiten zunehmenden Umweltbewusstseins und stetig knapper werdender fossiler Vorräte - gewinnt Brennholz wieder mehr und mehr an Bedeutung. Dabei weisen die einzelnen Holzarten erhebliche Unterschiede hinsichtlich ihrer Eignung als Feuerungsmaterial und ihrer Heizleistung auf, denn Brennholz ist nicht gleich Brennholz...
Brennholz aus Weichholz (von Nadelbäumen)
Im Allgemeinen gilt Brennholz, das aus Nadelbäumen gewonnen wird, als besonders geeignet zum Anzünden. Es brennt gut ab; entwickelt durch seine geringe Dichte jedoch nur vergleichsweise wenig Wärme. Einheimische Arten unterscheiden sich vor allem durch den Harzgehalt, der Einfluss auf den Funkenflug hat und die Qualität als Brennholz beeinflusst:
- Brennholz aus Fichte neigt durch den hohen Harzgehalt zur Bildung von Harzblasen, die unter der Einwirkung von Hitze zerplatzen für regelmäßiges "Aufspritzen" der Glut sorgen.
- Bei den Sorten KIEFER, LÄRCHE und TANNE handelt es sich um überwiegend regional verbreitetes Brennholz von guter Brennqualität. Durch den geringen Harzanteil bilden sich nur vereinzelt Harzblasen, so dass es beim Abbrand kaum zu Funkenflug kommt.
Brennholz von Laubbäumen
Aus Laubbäumen gewonnenes Brennholz brennt generell wesentlich langsamer an und ab als Brennholz von Nadelbäumen. Auch hier gibt es zwischen den einzelnen Sorten Unterschiede, die über die Qualität und den Verwendungszweck entscheiden bzw. das Brennholz charakterisieren:
- BIRKE gilt als Klassiker unter den verschiedenen Sorten an Brennholz. Es verursacht keinen Funkenflug, brennt in hellem Flammenbild ab und verbreitet durch die Vielzahl ätherischer Öle einen angenehmen Duft.
- Brennholz aus BUCHE (Hartholz) gilt häufig als Richtmaß für den Heiz- und Brennwert anderer Hölzer. Durch seinen Verbrennungsgeruch ist es als Kaminholz ebenso begehrt wie zum Räuchern, denn es verleiht Lebensmitteln den typischen "Buchenholz-Geschmack".
- EICHE (Hartholz) ist ein Brennholz, das viel Wärme erzeugt und daher ausgezeichnete Heizqualität besitzt. Sein größter Nachteil ist der Gerbsäuregehalt, der bei zu geringer Luftzufuhr so genannte Versottungen innerhalb des Heizsystems verursachen kann. Um Eiche als Brennholz zu optimieren, sollten die gespaltenen Scheite vorübergehend ohne Abdeckung im Freien gelagert werden, damit die im Brennholz enthaltenen Gerbstoffe durch auftreffendes Regenwasser ausgespült werden können.
- ESCHE (Hartholz) ist ein hartes, schwer zu spaltendes Brennholz. Es verursacht kaum Funkenflug und entwickelt beim Verbrennen ein schönes Flammenbild. Sein Heizwert gleicht in etwa dem Brennholz aus Buche.
- Brennholz aus WEISSBUCHE (Hartholz) brennt mit schönem Flammenbild und unter geringer Funkenbildung; dabei hat es einen ähnlich hohen Heizwert wie Brennholz aus Eiche.
- PAPPEL eignet sich nur bedingt als Brennholz, da sie schnell abbrennt und dabei nur wenig Energie freisetzt. Als schnell nachwachsender Rohstoff wird ihr Holz bevorzugt in Form von Häckseln genutzt oder in andere Energieträger umgewandelt.
- Auch WEIDE gilt aufgrund ihrer niedrigen Energiedichte als vergleichweise geringwertiges Brennholz. Außerdem ist der zurückbleibende Ascheanteil im direkten Vergleich zu anderen Holzarten relativ hoch.