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WIRTSCHAFTLICH UND UMWELTFREUNDLICH
Holzbriketts sind eine praktische, wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative zu Brennholz, Kohle, Gas oder Öl. Sie haben einen hohen Heizwert, sind frei von Schadstoffen und Schädlingen, die Anschaffung ist vergleichsweise kostengünstig und es fällt nur ein geringer Anteil Asche an, die umweltfreundlich entsorgt werden kann. Die DIN-zertifizierte Herstellung von Holzbriketts gewährleistet ständige Kontrollen und somit einen hohen, gleichbleibenden Qualitätsstandard. Durch den geringen Feuchtigkeitsanteil in Holzbriketts werden außerdem der Brennraum und Schornstein von Kamin oder Ofen geschont und die mit der Verbrennung verbundene geringe Rauchbildung belastet die Umwelt nicht unnötig. Ein weiterer Vorteil von Holzbriketts gegenüber Brennholz liegt in der hohen Kompressionsdichte, was neben einer längeren Brenndauer eine platzsparende Lagerung ermöglicht.
So werden Holzbriketts verwendet:
Die eine Voraussetzung zur Verwendung von Holzbriketts ist eine geeignete Feuerstätte, auch müssen die Holzbriketts richtig gelagert werden. Eine andere Voraussetzung zur effektiven Nutzung von Holzbriketts ist das fachgerechte Hantieren mit ihnen. Nachdem die Holzbriketts in einen geeigneten Brennraum eingelegt wurden, ist die Sauerstoffzufuhr derart zu erhöhen, dass sie schnell brennen. Glühen die Holzbriketts nur, ist das Ziel verfehlt, denn nur durch das Brennen der Holzbriketts werden die gewünschten Temperaturen erreicht und es bleiben möglichst wenig Rückstände übrig. Viel Sauerstoff ist außerdem wichtig, um die entstehenden Gase zu verbrennen, andernfalls würden diese entweichen und das Ziel des umweltfreundlichen Heizens mit Holzbriketts ist ebenfalls verfehlt. Gelangt hingegen beim Anzünden der Holzbriketts ausreichend Sauerstoff in den Brennraum, wird eine vollständige Verbrennung erreicht und auch die Gase entzünden sich. Sobald die Holzbriketts ein Glutbett gebildet haben, kann die Sauerstoffzufuhr entsprechend gedrosselt werden, oder aber es werden neue Holzbriketts nachgelegt, die wiederum Luft zum Verbrennen benötigen. Die reine Glut hingegen soll möglichst lange erhalten bleiben, um die Raumtemperatur zu halten, weshalb nur eine minimale Sauerstoffzufuhr erforderlich ist. Wie die Steuerung der Luftzufuhr erfolgt, ist von der Konstruktion der Feuerungsanlage abhängig. Es hat sich bewährt, Holzbriketts statt von unten von oben anzuzünden. Dazu wird einfach der Anzünder auf die Holzbriketts gelegt und, nachdem die Sauerstoffzufuhr entsprechend hoch ist, entzündet. Geeignete Anzünder sind im Handel erhältlich, sie bestehen in der Regel aus Holzwolle oder Hobelspänen. Die umweltfreundlichere Variante sind solche aus Holzwolle, die in Wachs getränkt wurde. Weiterhin empfiehlt es sich, den Brennraum nicht zu dicht mit Holzbriketts zu bestücken, denn Holzbriketts dehnen sich unter der Hitze aus.
Verschiedene Holzarten
Grundsätzlich wird zwischen Hart- und Weichholz unterschieden. Zu den Harthölzern zählen unter anderem Buche und Eiche, Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer auch Pappeln und Weiden sind Weichhölzer. Der wesentliche Unterschied zwischen Hartholz und Weichholz liegt in der Beschaffenheit der Fasern und im Wassergehalt, was sich auch im Heizwert von Holzbriketts dieser oder jener Art bemerkbar macht. Hartholz wächst langsamer, was zu einer höheren Faserdichte führt. Aus diesem Grund ist Hartholz schwerer als Weichholz. Schneller wachsende Weichhölzer sind aufgrund der geringeren Faserdichte leichter. Gemessen wird dies an der sogenannten Darrdichte. Die Darrdichte bezeichnet die Dichte von trockenen Hölzern bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 0 Prozent. Der Grenzwert liegt hier bei 0,55 Gramm pro Kubikzentimeter. Holz mit einem Wert darunter wird als Weichholz, solches mit einem Wert darüber als Hartholz bezeichnet.
Holzbriketts aus Hart- und Weichholz
Bei der Herstellung von Holzbriketts finden beide Holzarten Verwendung, wobei Holzbriketts aus Hartholz oft einen geringeren Heizwert aufweisen als Holzbriketts aus Weichholz. Der Heizwert von Holzbriketts variiert mit dem Feuchtigkeitsgehalt und den Ascherückständen. Der Feuchtigkeitsgehalt hängt von der verwendeten Holzart ab und beeinflusst den Brennvorgang der Holzbriketts, der wiederum das Volumen der Ascherückstände beeinflusst. Im Brennvorgang lässt sich bezogen auf den Feuchtigkeitsgehalt Brennholz nicht direkt mit Holzbriketts vergleichen, da die Berechnung einerseits auf das Volumen bezogen, bei Holzbriketts jedoch auf das Gewicht bezogen erfolgt.
Herstellung und Aufbewahrung von Holzbriketts
Bei der Herstellung hochwertiger Holzbriketts findet ausschließlich naturbelassenes und unbehandeltes Holz Verwendung, um die Richtlinien für die DIN-Zertifizierung einzuhalten. Da es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, zählen Holzbriketts zu den biogenen Brennstoffen. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen sind Holzbriketts klimaschonend, da bei der Verbrennung kaum schädliche Gase entstehen und nur wenig Gas entweicht. Holzbriketts werden unter einem Druck von mehreren hundert Bar gepresst. Hierzu werden beispielsweise Reste wie Hobel- oder Sägespäne verwendet, die andernfalls entsorgt werden müssten. Durch die hohe Kompression wird einerseits erreicht, dass Holzbriketts aufgrund der Verdichtung nur einen geringen Feuchtigkeitsanteil aufweisen, andererseits wird so eine platzsparende Lagerung ermöglicht. Die handlichen Holzbriketts können auf kleinem Raum aufbewahrt werden: Wo Brennholz mehrere Schüttraummeter Platz in Anspruch nehmen kann, werden Holzbriketts mit der gleichen Brenndauer einfach in einer Ecke übereinandergestapelt. Es ist eine saubere Lagerung möglich, außerdem sind Holzbriketts sind frei von Schädlingen - die Aufbewahrung ist auch im Wohnraum möglich.
Holzbriketts sicher lagern
Grundsätzlich müssen Holzbriketts trocken gelagert werden. Dringt Feuchtigkeit ein, geht dies mit einem Qualitätsverlust bis hin zur Unbrauchbarkeit der Holzbriketts einher, da Holzbriketts durch zu viel Feuchtigkeit aufquellen können und ihre hochwertigen Eigenschaften verlieren. Holzbriketts können jedoch platzsparender aufbewahrt werden als Brennholz, es ist daher einfacher, sie in einem trockenen Raum zu stapeln. Hier eignet sich auch ein Wohnraum, denn Holzbriketts sind sauber, frei von Schädlingen und verbreiten keine unangenehmen Gerüche. In jedem Fall sollte ein Innenraum zur Lagerung der Holzbriketts gewählt werden, dabei sind jeweils die örtlichen Brandschutzvorschriften zu beachten. Weitere Risiken, die bei der Lagerung von Holzbriketts ausgeschlossen werden sollten, sind die Bildung von Pilzsporen und die Selbstentzündung. Pilzsporen in Wohnräumen stellen ein gesundheitliches Risiko dar und die Selbstentzündung von Holzbriketts eine noch größere Gefahr. Wiederum geben die örtlichen Brandschutz-Verordnungen Informationen, um das Risiko bei der Lagerung von Holzbriketts zu minimieren.
Heizwert und Brennwert von Holzbriketts
Wie bei anderen Brennstoffen wird bei Holzbriketts zwischen dem Brennwert und dem Heizwert unterschieden. Der Brennwert eines Holzbriketts wird auch als unterer Heizwert verstanden, denn er bezeichnet die Gesamtwärme, in der auch die Wärme eingeschlossen ist, die durch die Verdampfung der Feuchtigkeit Energie abzieht. Unter dem Brennwert eines Holzbriketts wird also die Bruttowärme verstanden. Der Heizwert eines Holzbriketts hingegen bezeichnet den Energiegehalt, der nach Abzug der Verdampfungswärme bleibt. Dennoch ist grundsätzlich auch der Brennwert von Bedeutung, denn ob die Verdampfungswärme genutzt werden kann oder nicht, ist von der Beschaffenheit der Feuerungsanlage abhängig. Bei Holzbriketts ist dies in der Regel nicht der Fall, denn Feuerungsanlagen für biogene Brennstoffe, zu denen Holzbriketts ja zählen, erfüllen die Voraussetzungen zur Nutzung der Verdampfungswärme in den gängigen Ausführungen nicht. Der tatsächliche Heizwert, wie er bei Holzbriketts angegeben ist, entspricht daher immer dem oberen Wert und nicht dem Brennwert.
Der Heizwert von Holzbriketts gegenüber anderen Brennstoffen
Mit dem Heizwert von Braunkohle und Holzpellets lassen sich Holzbriketts durchaus vergleichen, denn der Heizwert einer Tonne Holzbriketts entspricht dem der gleichen Menge Holzpellets oder Braunkohle. Die Vorteile von Holzbriketts sind hier eher in der praktischen und umweltfreundlichen Herstellung, Nutzung und Entsorgung zu sehen. Andere Brennstoffe schneiden im Vergleich mit Holzbriketts wesentlich schlechter ab. So entspricht der Heizwert einer Tonne Holzbriketts etwa dem von sechs Schüttraummetern beziehungsweise vier Raummetern getrocknetem Brennholz oder 500 Litern Heizöl.
Verwendungsmöglichkeiten von Holzbriketts
Holzbriketts können in allen Festbrennstoffanlagen verwendet werden. Dazu zählen Kamin- und Kachelöfen oder Küchenherde. Auch zur Befeuerung der Zentralheizung eignen sich Holzbriketts und sogar zum Grillen finden Holzbriketts anstelle von Kohle Verwendung. Mit einer Restfeuchte von in der Regel weniger als zehn Prozent sind Holzbriketts im Vergleich zu Brennholz sehr ergiebig, denn ihr Volumen ist bis zu drei Mal geringer. Die geringe Restfeuchte erklärt auch die geringere Rauchbildung bei der Verbrennung.
Vorteile von Holzbriketts gegenüber Brennholz und Braunkohlebriketts
Braunkohlebriketts sind etwa so ergiebig wie Holzbriketts. Bei Holz verhält es sich anders: Frisches Brennholz weist, je nach Holzart, bis zu 60 Prozent Feuchtigkeitsgehalt auf und selbst nach zweijähriger Lagerung ist mit 10 bis 20 Prozent wesentlich mehr Restfeuchte enthalten als in Holzbriketts, die in hochwertiger Ausführung meist weniger als 7 Prozent Restfeuchte aufweisen. Aus demselben Grund bleibt trotz hohem Heizwert bei Holzbriketts auch nur ein geringes Aschevolumen zurück und es fallen weniger Reinigungsarbeiten an. Ein weiterer Unterschied zwischen Brennholz und Holzbriketts ist die Größe. Durch die Kompression ist die Partikeldichte bei Holzbriketts höher, es ist also auf kleinerem Raum mehr Substanz darin. Darauf ist die längere Brenndauer zurückzuführen - Holzbriketts sind also ergiebiger als Brennholz. Der tatsächliche Heizwert von Holzbriketts ist vor allem von der Holzart abhängig, auch der Rindenanteil beeinflusst den Heizwert. Grundsätzlich ist der von Nadelhölzern wie Fichte höher als der von Laubhölzern. Als durchschnittlicher Richtwert gilt für Holzbriketts mit einem Feuchtigkeitsanteil von unter 10 Prozent ein Heizwert von 5,2 Kilowattstunden pro Kilogramm. Zum Vergleich: Brennholz aus Buche hat nur einen durchschnittlichen Heizwert von 4 Kilowattstunden pro Kilogramm. Wird dann noch berücksichtigt, dass Ofen und Schornstein bei der Verwendung von Holzbriketts weniger in Mitleidenschaft gezogen werden und die Umwelt weniger belastet wird als bei Brennholz und Braunkohle, sind Holzbriketts sowohl kurz- als auch langfristig die wirtschaftlichere und kostengünstigere Alternative.
Holzbriketts sind sauberer als Brennholz und Kohle
Vorteilhaft ist auch die saubere und platzsparende Lagermöglichkeit von Holzbriketts. Wo Brennholz 4 Schüttraummeter einnehmen kann und den Lagerplatz ebenso wie Braunkohle nicht sauber zurücklässt, ist für denselben Heizwert eine Tonne Holzbriketts ausreichend. Da Holzbriketts als Quader oder Rundlinge geliefert werden, lassen sie sich einfach stapeln und hinterlassen keine Verschmutzungen, was aufwendige Reinigungsarbeiten erspart. Es besteht auch nicht wie bei Brennholz das Risiko von Schädlingen, denn hochwertige Holzbriketts sind immer schädlings- und insektenfrei.
Kombination von Holzbriketts und Scheitholz
Wer es romantisch mag, gerne die tanzenden Flammen zwischen den Holzscheiten im Kamin beobachtet und dem Knistern des Holzes lauscht, wird beides bei Holzbriketts vermissen. Statt dessen glühen Holzbriketts aufgrund der hohen Dichte länger, heizen also auch länger als Holzscheite. Das fehlende Knacken ist auf den geringeren Feuchtigkeitsgehalt zurückzuführen. Holzbriketts und Brennholz können aber ohne Weiteres zusammen verwendet werden - so kommen die Sinne ebenso auf ihre Kosten, wie die Vorteile von Holzbriketts zu Heizzwecken Geldbeutel, Feuerungsanlage und Umwelt schonen. Eine andere Alternative ist die Verwendung von runden Holzbriketts mit mittigem Loch. Diese lassen sich besser anzünden, wodurch das Flammenspiel etwas intensiver ist als bei anderen Holzbriketts. Durch das Loch in den Holzbriketts entsteht beim Anzünden ein Zug, der den Vorgang beschleunigt. Diese Art der Holzbriketts hat aber auch eine etwas geringere Brenndauer als runde Holzbriketts ohne Loch und Holzbriketts in Quaderform.
Unterschiedliche Herstellungsverfahren
Hochwertige Holzbriketts werden mit zwei unterschiedlichen Pressverfahren hergestellt: dem Strangpress- und dem Presskammerverfahren. Das Strangpressverfahren unterscheidet sich wiederum in die Kolbenstrangpresse und die Extruderpresse für Holzbriketts. In allen Pressverfahren werden die Holzbriketts unter sehr hohem Druck hergestellt, der schließlich neben dem Rohmaterial die endgültige Qualität bestimmt.
Herstellung von Holzbriketts mit der Kolbenstrangpresse
Im Strangpressverfahren für Holzbriketts mit der Kolbenstrangpresse wird das Ursprungsmaterial in einen Kanal geleitet, in welchem durch einen sich hin und her bewegenden Kolben Reibung erzeugt wird, wodurch die erforderliche Wärme entsteht. Reibung und Wärme werden noch verstärkt, indem sich der Kanal zur Austrittsstelle hin verengt, was den Druck erhöht. An der Austrittsstelle des Kanals tritt schließlich ein gepresster Strang aus, der zu den endgültigen Holzbriketts weiterverarbeitet wird. Aufgrund der erzeugten Wärme wird der Strang zunächst in einem weiteren Kanal vorgekühlt, um dann nochmals weitergeleitet zu werden und endgültig abzukühlen. Ist dies geschehen, werden aus dem langen Strang die Holzbriketts auf die gewünschte Größe zugeschnitten. Die Dichte der Holzbriketts wird einerseits durch den ausgeübten Druck bestimmt, andererseits von der Vorbereitung der Späne beeinflusst. Werden diese vorab zerkleinert und bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als 15 Prozent getrocknet, erhalten die Holzbriketts eine höhere Dichte. Form und Durchmesser der Holzbriketts sind vom Kanal der Strangpresse abhängig. Es können auf diese Weise sowohl runde Holzbriketts mit oder ohne mittiges Loch als auch eckige Holzbriketts hergestellt werden, die dann auf die handelsübliche Größe verkleinert werden.
Herstellung von Holzbriketts mit der Extruderpresse
Eine andere Form der Strangpresse zur Herstellung von Holzbriketts arbeitet mit einem Extruderkopf, dessen Form auch die der Holzbriketts bestimmt. Das Ursprungsmaterial wird mit einer Art Schnecke in diesen hineingepresst, wodurch wiederum Druck und folglich Wärme entsteht, so dass hochwertige Holzbriketts ohne das Hinzufügen von Bindemitteln hergestellt werden können. Da dieses Verfahren jedoch aufwendiger ist, wird es seltener zur Herstellung von Holzbriketts genutzt als die Kolbenstrangpresse.
Herstellung von Holzbriketts im Presskammerverfahren

Um Holzbriketts im Presskammerverfahren herzustellen, wird das Ursprungsmaterial zunächst vorverdichtet. Davon ist die spätere Qualität abhängig. Anschließend wird das vorverdichtete Rohmaterial in eine Presskammer geleitet, die bereits der Größe und Form des fertigen Holzbriketts entspricht. Das Weiterleiten in die Presskammer erfolgt unter dem zur Herstellung von Holzbriketts erforderlichen hohen Druck, um die notwendige Wärme und Verdichtung zu erreichen. Mit dem Ausstoßen haben die einzelnen Holzbriketts bereits ihre handliche handelsübliche Form und müssen nicht wie in den anderen Verfahren noch zugeschnitten werden. Mit dem Presskammerverfahren werden in der Regel quaderförmige Holzbriketts hergestellt. Ein Vorteil des Presskammerverfahrens zur Herstellung von Holzbriketts ist der im Vergleich zu den anderen Verfahren niedrigere Energiebedarf. Da jedoch die Holzbriketts einzeln nacheinander gepresst werden, ist der Zeitaufwand höher als bei den anderen Verfahren. Dennoch wird dieses Herstellungsverfahren genutzt, da auf diese Weise gefertigte Holzbriketts bei hochwertigem Rohmaterial und bei optimaler Trocknung wegen ihrer guten Brennbarkeit und der platzsparenden, sauberen Lagerung sehr beliebt sind.
Die ökologische Bedeutung von Holzbriketts
Wie trockenes Brennholz sind auch Holzbriketts ein Naturprodukt. Der wesentliche Unterschied im Hinblick auf die Umwelt liegt in der Freisetzung von Kohlendioxid bei der Verbrennung. Da trockenes Brennholz üblicherweise direkt von einem Baum stammt und dieser während des Wachstums tagtäglich Kohlendioxid aufgenommen hat, wird dieses beim Verbrennen auch wieder freigesetzt. Die Verbrennung hochwertiger zertifizierter Holzbriketts hingegen ist weitgehend neutral, denn es wird kein Kohlendioxid freigesetzt. Die Nutzung von Holzbriketts ist somit umweltfreundlicher. Ein weiterer ökologischer Aspekt ist die Herstellung aus Resten, die andernfalls keine Verwendung finden würden. Zertifizierte Holzbriketts enthalten außerdem keine Zusatzstoffe oder Bindemittel, was nicht nur bei der Verbrennung Umwelt und Gesundheit belasten würde, sondern auch eine umweltfreundliche Entsorgung unmöglich machen würde. Als reines Naturprodukt ohne Schadstoffe jedoch kann die Asche der Holzbriketts ohne Bedenken als Dünger genutzt werden. So profitiert die Natur noch, wenn die Holzbriketts verbrannt sind und eigentlich ausgesorgt haben. Aus ökologischer Sicht sind Holzbriketts daher ein idealer Brennstoff.
Holzbriketts im Vergleich zu fossilen Brennstoffen
Heizöl und Erdgas sind im Vergleich zu Holzbriketts teuer und ihr Vorrat ist irgendwann erschöpft. Ein Ziel der Energiewende ist nicht zuletzt, die Rohstoffreserven der Erde zu schonen und auf erneuerbare Energien zurückzugreifen, zu denen auch Holzbriketts als Heizmittel zählen. Leider hat die Energiewende jedoch auch steigende Preise zur Folge und ein kalter Winter kann den Geldbeutel schnell überstrapazieren. Werden alternativ oder ergänzend zu Öl oder Gas Holzbriketts genutzt, kann dem effektiv entgegengewirkt werden, zugleich wird die Erde weniger ausgebeutet und die Umwelt weniger belastet. Überall dort, wo geeignete Kamine, Öfen oder Heizkessel stehen, sind Holzbriketts eine günstige und umweltschonende Variante.
Wo dürfen Holzbriketts genutzt werden?
Dies ist in 1. BImSchV §3 geregelt. Holzbriketts dürfen, sofern sie aus naturbelassenem Holz bestehen und nach DIN EN 14961-3 zertifiziert sind, wie auch Scheitholz zum Heizen Verwendung finden. Das bedeutet, dass Holzbriketts in geeigneten Feuerungsanlagen wie Öfen und Kaminen als Brennstoff dienen können. Auch das Befeuern von anderen Feuerungsstätten wie Herden oder Saunaöfen sowie die Verwendung von Holzbriketts zum Grillen ist gestattet. Eine Voraussetzung ist, dass der Ofen manuell beschickt ist. Eine emissionsschutzrechtliche Genehmigung ist nur erforderlich, sofern die Nennwärmeleistung mehr als 1.000 Kilowatt beträgt - vorausgesetzt, die Holzbriketts sind entsprechend zertifiziert.
Beschaffenheit einer Feuerungsanlage für Holzbriketts
In privaten Haushalten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Holzbriketts zu nutzen. Dazu zählen beispielsweise offene und geschlossene Kamine, Kaminöfen, Zimmeröfen, Kachelöfen und Herde. Auch Heizkessel sind geeignete Feuerstätten für Holzbriketts, ebenso können Holzbriketts in einem den Vorschriften entsprechenden Grill im Garten genutzt werden. Hier eignen sich vor allem Holzbriketts, die entsprechend zerkleinert werden können, indem sie zum Beispiel in mehrere Scheiben geschnitten werden. Eine für Holzbriketts geeignete Feuerungsanlage ist mit einem offenen oder geschlossenen Brennraum ausgestattet, der der beim Verbrennen entstehenden Hitze standhält und die Wärme durch Abstrahlung an die Umgebung abgibt. Der Brennraum schließt an eine Abzugsanlage an, durch die der beim Verbrennen der Holzbriketts entstehende Rauch entweichen kann. In privaten Haushalten kommen meist für Holzbriketts geeignete manuell beschickte Feuerungsanlagen zum Einsatz, die nach DIN 18896 hergestellt wurden. Daneben gibt es automatisch beschickte Feuerungsstätten, die jedoch für Holzbriketts nicht geeignet sind. Bis auf die vorgeschriebenen Elemente unterscheiden sich die für Holzbriketts geeigneten Feuerungsanlagen in der Ausstattung. Welche Art Holzbriketts die richtige Wahl für welche Feuerungsanlage sind, hängt unter anderem von der Größe des Brennraumes und der Ofenleistung ab.
Holzbriketts im Kaminofen nutzen
Die Funktionsweise ist beim Kaminofen ähnlich wie beim geschlossenen Kamin. Die Holzbriketts werden ebenfalls in einen mit feuerfestem Glas verschließbaren Brennraum auf einen Rost gelegt, durch den die Asche in einen Auffangbehälter fällt. Der Kaminofen kann allerdings frei im Raum stehen und ist als Heizsystem daher besser geeignet. Beim Standort sind die örtlichen Brandschutzbestimmungen zu beachten, in der Regel gilt ein Mindestabstand von 20 Zentimetern zu Wänden, in Einzelfällen auch mehr. Der Boden muss gegebenenfalls mit einem besonderen Feuerschutz ausgestattet sein. Die zum Verbrennen der Holzbriketts erforderliche Luft wird beim Kaminofen von oben durch Kanäle zugeführt, die Menge ist regulierbar. Die Kanäle verlaufen entlang der Scheibe, so dass diese nicht so schnell durch Ruß verschmutzt wird. Da der Effekt aber eher beim Abbrennen von Scheitholz als bei Holzbriketts auftritt, ist dies nebensächlich. Die Wärme der verbrennenden Holzbriketts wird wiederum durch Abstrahlung abgegeben. Für einen Kaminofen sind Holzbriketts gut geeignet, da sowohl im Innenraum als auch außerhalb kaum Verschmutzungen entstehen und Holzbriketts keine unnötigen Wartungsarbeiten verursachen. Zudem ist der Heizwert von Holzbriketts höher als der von Scheitholz.
Holzbriketts im Kachelofen nutzen
Beim ebenfalls für Holzbriketts geeigneten Kachelofen handelt es sich um einen Speicherofen. Hier ist die Heizleistung sehr effektiv, da die Wärme der verbrennenden Holzbriketts über eine recht große Oberfläche abgegeben wird. Die bei der Verbrennung der Holzbriketts entstehenden Gase werden durch in dem Ofen befindliche Schächte geleitet. Die Schächte sind in einer Speichermasse integriert, über die schließlich die Wärme abgestrahlt wird. Als Speichermasse eignet sich neben Kacheln auch Ton, Speckstein oder Zement. Die mit bis zu 130 °C verhältnismäßig geringe Oberflächentemperatur wird durch die große Abstrahlfläche ausgeglichen. Die zur Herstellung einer derartigen Feuerungsanlage verwendeten Bauteile sind gut für Holzbriketts geeignet, allerdings ist das Errichten der nach den ortsüblichen Brandvorschriften gemauerten Stätte im Wohnraum mit einigem Aufwand verbunden. Zur Nutzung von Brennholz ist der Kachel- oder Speicherofen sehr beliebt, denn es verbrennt nicht nach dem Durchbrand-, sondern nach dem Abbrandprinzip. Das bedeutet, dass die erforderliche Luft seitlich eingeleitet wird und der Verbrennungsvorgang von oben nach unten erfolgt. Dadurch werden die Gase langsamer freigesetzt, wodurch das Holz ähnlich wie bei Holzbriketts gleichmäßiger verbrennt. An die Effektivität von Holzbriketts kommt Brennholz jedoch auch in einem solchen Ofen nicht heran. Zudem gilt auch hier: Holzbriketts können sauberer und platzsparender gelagert werden, sind wesentlich umweltfreundlicher und schonen die Anlage.
Hochwertige Holzbriketts in der Praxis
Der Feuchtigkeitsgehalt und der Heizwert unterscheiden sich je nach Art der Holzbriketts. Gepresste RUF Holzbriketts aus Fichte erreichen beispielsweise bei einer Restfeuchte um 5,5% einen Heizwert von etwa 5 Kilowattstunden pro Kilogramm. Die gleiche Art Holzbriketts aus Buche und Eiche erreicht je Kilogramm einen Heizwert bis 5,23 Kilowattstunden bei einer Restfeuchte um 7,7 Prozent. Beide Arten sind besonders praktisch in der Handhabung, da sie sich gut und sauber im Wohnraum stapeln lassen. Daneben gibt es runde Holzbriketts mit und ohne Loch. Solche aus Buche ohne Loch können bei einer Restfeuchte von unter 6 Prozent durchaus einen Heizwert von 5,33 Kilowattstunden je Kilogramm erreichen, und das bei einer Nutzdauer bis zu sechs Stunden. Die tatsächliche Nutzdauer hängt von der Ofenleistung ab und setzt sich hier aus bis zu zwei Stunden Brenn- und bis zu vier Stunden Glutdauer zusammen. Solche Holzbriketts haben den Vorteil, dass sie sich in handliche Scheiben zerkleinern lassen.Größere Mengen Holzbriketts werden in praktischen Gebinden auf Paletten angeliefert, die sich ohne Probleme im Wohnraum oder in der Garage verstauen lassen. Es besteht die Auswahl aus verschiedenen Verpackungseinheiten. Für den Transport sollte stets ein entsprechend belastbares Hilfsmittel wie beispielsweise eine Sackkarre gewählt werden, auf der die Holzbriketts sicher befestigt werden. Einzelne Holzbriketts können problemlos von der Lagerstätte entnommen und sauber neben der Feuerungsanlage gestapelt werden. Es sollten jedoch immer nur so viele Holzbriketts getragen werden, dass ihr Gewicht dem Rücken nicht schadet.
Die Vorteile von Holzbriketts im Überblick
Holzbriketts sind umweltfreundlich, denn:
- Holzbriketts werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt
- Holzbriketts enthalten keine Schadstoffe
- Holzabfälle werden sinnvoll verwertet
- Bei der Verbrennung von Holzbriketts wird kein Kohlendioxid freigesetzt
- Es bleibt nur ein geringer Verbrennungsrückstand zurück
- Die Asche von Holzbriketts kann als Dünger verwendet werden
- Fossile Ressourcen werden geschont
Holzbriketts sind eine kostengünstige Heizmethode, denn:
- Erdgas und Heizöl sind teurer als Holzbriketts
- Eine Tonne Holzbriketts entspricht vier Raummetern Brennholz
- Es fallen weniger Wartungsarbeiten an der Feuerungsanlage an
Holzbriketts sind praktisch in der Handhabung, denn:
- Holzbriketts können platzsparend gelagert werden
- Die Lagerstätte bleibt sauber
- Es ist eine trockene Lagerung im Wohnraum möglich
- Holzbriketts enthalten keine Schädlinge
- Holzbriketts hinterlassen geringe Verbrennungsrückstände
- Holzbriketts haben eine lange Nutzungsdauer
- Holzbriketts haben einen hohen Heizwert
- Handelsübliche Anzünder genügen zum Entzünden der Holzbriketts
Holzbriketts sind für private Haushalte geeignet, denn:
- Holzbriketts können in haushaltsüblichen Kaminen und Öfen genutzt werden
- Bei der ordnungsgemäßen Lagerung entstehen keine unangenehmen Gerüche
- Bei der Verbrennung werden keine gesundheitsschädlichen Stoffe freigesetzt
- Holzbriketts schonen Brennraum und Schornstein
- Holzbriketts schonen den Geldbeutel
Holzbriketts unterscheiden sich
- Im zur Herstellung verwendeten Holz
- Im Herstellungsverfahren
- In der Form und Größe (quaderförmig, rund mit und ohne Loch)
- In der Restfeuchte, dem Heizwert und dem Aschevolumen
Die Qualitätskontrollen für Holzbriketts umfassen
- Schadstoffgehalt
- Schädlingsgehalt
- Feuchtigkeitsgehalt
- Dichte
- Aschegehalt
- Heizwert
Damit ist bei zertifizierten Holzbriketts ein gleichbleibend hoher Qualitätsstandard gewährleistet, der den Ansprüchen an Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit gerecht wird.
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