Auf einen Fake-Shop hereingefallen? Was Sie jetzt tun können
Jetzt zuerst: Bank oder Zahlungsdienst kontaktieren, Belege sichern und Strafanzeige erstatten. Die Schritte hängen von Ihrer Zahlungsart ab.
Eine Übersicht der Mühle Eckert GmbH (brennstoffe-saarland.de) mit Links zu offiziellen Stellen. Stand: 10.10.2026.
Sofort tunGeld zurückMeldenWann haben wir gemeldet?Haftet Google?
1. Sofort tun – möglichst noch heute
- Bank oder Zahlungsdienst sofort anrufen. Schildern Sie, dass Sie Opfer eines Betrugs geworden sind, und fragen Sie, ob eine Rückbuchung oder ein Rückruf möglich ist. Die Polizei rät: „wende dich sofort an deine Bank oder Zahlungsanbieter, um eine Rückbuchung zu prüfen.“ Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK), „Online-Betrug – Fake Online-Shops“ · abgerufen am 10.10.2026
- Beweise sichern. Screenshots der Shop-Seite, des Angebots und – falls vorhanden – der Anzeige, über die Sie den Shop gefunden haben (mit Datum/Uhrzeit), Bestellbestätigung, E-Mails, Kontoauszug bzw. Zahlungsbeleg, Shop-Adresse (URL) und Bankverbindung des Empfängers.
- Anzeige bei der Polizei erstatten. Die Strafanzeige ist kostenlos. Je nach Bundesland und Sachverhalt ist auch die Onlinewache nutzbar; alternativ wenden Sie sich an eine Polizeidienststelle. Quellen: Polizei – Onlinewachen der Länder · ProPK, „Anzeige erstatten“ · abgerufen am 10.10.2026
- Verbraucherzentrale einschalten. Informieren Sie sich bei Ihrer Verbraucherzentrale über Beratungsangebot, Zuständigkeit und mögliche Kosten. Quellen: Verbraucherzentrale des Saarlandes · Verbraucherzentrale, „Internetbetrug: So können Sie versuchen, Ihr Geld zurückzuholen“ (Stand 03.08.2026)
- Keine weiteren Zahlungen. Zahlen Sie nichts nach – auch nicht an angebliche „Rückhol-Dienste“, die Ihnen gegen Vorkasse Hilfe versprechen.
2. Geld zurückholen – je nach Zahlungsart
Ob und wie Geld zurückkommt, hängt von der Zahlungsart ab. Meist müssen Sie schnell reagieren (Verbraucherzentrale, Stand 03.08.2026).
SEPA-Lastschrift
Bei einer SEPA-Basislastschrift können Verbraucher eine autorisierte Belastung grundsätzlich innerhalb von acht Wochen ab Belastung zurückfordern. Nicht autorisierte Zahlungen müssen Sie Ihrer Bank unverzüglich nach Entdeckung melden, grundsätzlich spätestens 13 Monate nach Belastung. Der Fristbeginn setzt die gesetzlich vorgeschriebene Information durch die Bank voraus.
Quellen: Verbraucherzentrale (Stand 03.08.2026) · § 675x BGB · § 676b BGB · abgerufen am 10.10.2026Überweisung (auch Echtzeitüberweisung)
Eine bereits ausgeführte, von Ihnen autorisierte Überweisung lässt sich nicht einfach stornieren. Bitten Sie Ihre Bank sofort, einen Rückruf und weitere Schritte wegen Betrugsverdachts zu prüfen. Eine Rückzahlung ist nicht garantiert.
Quelle: Verbraucherzentrale (Stand 03.08.2026)Kreditkarte (Chargeback)
Kreditkartenzahlungen können über das Chargeback-Verfahren bei Ihrer kartenausgebenden Bank zurückgefordert werden; dafür kann eine Bearbeitungsgebühr anfallen (Verbraucherzentrale).
Wichtig ist der Unterschied:
- Nicht autorisiert (jemand hat Ihre Karte ohne Ihr Zutun benutzt): Dann besteht grundsätzlich ein Erstattungsanspruch nach § 675u BGB; mögliche Gegenansprüche und Ausnahmen bedürfen einer Einzelfallprüfung. Melden Sie den Vorgang unverzüglich, grundsätzlich spätestens 13 Monate nach Belastung (§ 676b BGB).
- Autorisiert, aber betrogen (Sie haben selbst im Fake-Shop bezahlt): Dann greift § 675u BGB in der Regel nicht. Möglich ist der Chargeback nach den Regeln des Kartennetzes. Bei Visa nennt die Regel „Ware/Dienstleistung nicht erhalten“ grundsätzlich 120 Kalendertage ab dem Verarbeitungsdatum der Transaktion oder dem letzten erwarteten Lieferdatum; für die zweite Variante gilt grundsätzlich eine Obergrenze von 540 Tagen ab Verarbeitungsdatum. Diese Regeln richten sich an die beteiligten Banken, enthalten Sonderfälle und sind keine Zusage einer Erstattung. Für Mastercard belegen wir die Fristen hier nicht. Melden Sie den Fall sofort Ihrer Bank.
PayPal
Bei nicht erhaltener Ware können Sie innerhalb von 180 Tagen nach der Zahlung einen Konflikt bei PayPal melden. Kommt keine Einigung zustande, müssen Sie innerhalb von 20 Tagen nach der Konfliktmeldung einen Käuferschutzantrag stellen; andernfalls schließt PayPal den Konflikt automatisch. Zahlungen über „Freunde und Familie“ sind vom Käuferschutz ausgeschlossen. Maßgeblich sind die Bedingungen von PayPal.
Quelle: PayPal, „PayPal-Käuferschutz“ · abgerufen am 10.10.2026Klarna und andere Zahlungsdienste
Haben Sie per Klarna (z. B. Rechnung oder Ratenkauf) bezahlt, melden Sie den Fall sofort in der Klarna-App bzw. beim Klarna-Kundenservice, Lassen Sie sich bestätigen, ob Ihre Zahlung pausiert wird und welche Fristen und Nachweise für Ihren Fall gelten.
Quelle: Klarna Hilfe · abgerufen am 10.10.2026Bargeldtransfer (z. B. Western Union, MoneyGram)
Bei einem Bargeldtransfer zur Abholung kann ein Rückruf noch möglich sein, solange das Geld nicht abgeholt wurde. Kontaktieren Sie sofort den Anbieter.
Quelle: Verbraucherzentrale (Stand 03.08.2026)3. Den Shop melden – damit andere gewarnt werden
- Google-Anzeige melden (wenn Sie den Shop über eine Anzeige gefunden haben): Google: Anzeige melden
- Rechtswidrige Inhalte bei Google melden (Meldeverfahren nach Art. 16 des EU-Gesetzes über digitale Dienste, DSA): Google: Inhalte aus rechtlichen Gründen melden
- Betrügerische Website an Google Safe Browsing melden: Google Safe Browsing – Meldung
- Internet-Beschwerdestelle (eco/FSM): internet-beschwerdestelle.de
- Beschwerde über eine Plattform beim Koordinator für digitale Dienste (Bundesnetzagentur): dsc.bund.de
- Warnungen aus Österreich (oft auch deutsche Fake-Shops): Watchlist Internet
Quellenstand: 10.10.2026. Verfügbarkeit und Inhalte externer Seiten können sich ändern. Externe Links öffnen in einem neuen Tab.
4. Wann haben wir den Shop gemeldet?
Dokumentierte Übermittlungen von Hinweisen. Wir verkaufen selbst Brennstoffe und stehen mit genannten Händlern möglicherweise im Wettbewerb. Hier zeigen wir ausschließlich menschlich geprüfte, nachweislich übermittelte Hinweise. Eine Meldung ist weder ein Beweis für Betrug noch eine Bestätigung durch ihren Empfänger. Die Abfrage wird mit Ihrer IP-Adresse im Server-Protokoll erfasst (Datenschutz).
5. Haftet Google für Fake-Shop-Anzeigen?
Was daraus für Ihren Fall folgt, kann nur eine Beratung im Einzelfall klären.
Mühle Eckert GmbH · Hasborner Str. 11 · 66636 Tholey · Impressum · Datenschutz · Stand 10.10.2026 · keine Rechtsberatung